Kirche

Termine

Gottesdienstzeiten: 


siehe www.pfarre-sulzberg.at 

Entstehungsgeschichte

Das Gebiet von Thal gehört in kirchlicher und politischer Hinsicht zu Sulzberg. 1785 wurde Thal, weil der Kirchgang nach Sulzberg beschwerlich war, der Nachbargemeinde Scheffau angegliedert. 1814 fand eine Grenzregulierung statt und dabei kam Scheffau zu Deutschland und Thal wurde wieder in die Pfarrei Sulzberg zurückgestellt.
Daraus folgte, dass die Thaler Bevölkerung überall anders, nur nicht in Sulzberg, zum Sonntagsgottesdienst ging, was den Seelsorgern einigermaßen Sorgen bereitete. Erst das Testament des Pfarrers Wendelin Pfanner von Hörbranz machte es möglich, an den Bau eines Gotteshauses zu denken. Doch es fehlte noch sehr viel Geld und so kam es, dass der gebürtige Thaler Martin Sinz, damals Seelsorger in Marul, das restliche Geld durch betteln zusammen sammelte.
Nach einem Streit um den Standort wurde am 2.9.1875 der Grundstein für ein Gotteshaus gelegt. 

Martin Sinz, der Kurat von Marul, war nun gleichzeitig Bauherr der Thaler Kirche. Der Bau machte Fortschritte und deshalb
konnte im Oktober 1876 der Dachstuhl über dem Schiff aufgerichtet werden. Am 3. Dezember 1878, am Patroziniumstag, wurde der erste feierliche Gottesdienst abgehalten. 1889 erreichte der Turm seine heutige Höhe von 47 Metern.

Martin Sinz, der gerade Primiz gehabt hatte, wurde der erste Pfarrer von Thal und er ließ 1891 das Pfarrhaus errichten.

Im Jahre 1909 gab
Sinz die Summe aller von ihm bestrittenen Ausgaben mit 204 904 Kronen an. Dies ist ein Riesenbetrag, wenn man bedenkt, dass er jeden Kreuzer sammeln musste. Doch versuchte er den Thalern die Kirchenlasten möglichst abzunehmen, indem er für Stiftungen sorgte und den 18 ha großen Kirchenwald in Eyenbach erwarb, der nach der Aufforstung bald gutes Geld brachte.

Sinz hatte die Anordnung getroffen, dass alle Gräber des Friedhofs Holzkreuze zieren sollten. Dies sei ein Sinnbild dafür, sagte er, dass vor dem Antlitz des Todes alle Leute gleich sind. Am 9. April 1911 starb er schließlich.
Im 1. und 2. Weltkrieg mussten die Glocken und Orgelpfeifen abgeliefert werden und als am 30.April. 1945 die Franzosen in das Kirchdorf Thal einmarschieren, wird der Kirchturm, der Glockenstuhl und das Dach durch Treffer und Granatsplitter beschädigt.
1950 erhält Thal neue Glocken und die nächst 20 Jahre verschlechtert sich der Zustand des Gotteshauses zusehends.

1969 wurde endlich der Turm renoviert und 1976/77 übersiedelte die Pfarrgemeinde in den ehemaligen "Lammsaal", um den Gottesdienst zu feiern, denn unter Pfarrer Ehrenreich Bereuter wurde eine gründliche Innen- und Außenrenovierung in die Wege geleitet. Seit diesem Umbau hat Thal auch eine neue Orgel, die im romantischen Stil gebaut wurde.

Pfarrer Ehrenreich Bereuter übersiedelte 1998 in die Pfarre Langen bei Bregenz. Die Mittbetreuung der Pfarre Thal gehört seit damals zu seinem Aufgabengebieten. An den Hochfesten und sonstigen parallelen liturgischen Festen zelebriert ein auswärtiger Priester die Messfeiern.
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